Aktionstag: Können die Geparden der Ausrottung entkommen?
01.09.2017 -

Eigentlich ist der Gepard das schnellste Landraubtier. Doch ist die elegante Raubkatze längst selbst auf der Flucht vor ihrer Ausrottung. Seit Beginn des 20. Jahrhundert ist ihr Bestand um mehr als 85 Prozent zurückgegangen. In den Schulferien bietet die Wilhelma in Stuttgart zusätzlich zu den Wilden Wochenenden einen Aktionstag zu den faszinierenden Tieren an. Die Aktionsgemeinschaft Artenschutz (AGA) stellt die Geparden in all ihren Facetten am Montag, 4. September, vor.

Von elf bis 16 Uhr können Kinder in der Wilhelmaschule gegenüber der Geiervoliere zum Beispiel in einer Vorleseaktion erfahren, wie der Gepard seine Flecken bekam. Mädchen und Jungen haben die Möglichkeit, ihre eigenen Tiermasken zu basteln und zu bemalen oder ein Geparden-Puzzle zu spielen. In einer Ausstellung können die Gäste die Schädel, Zähne und Krallen von Gepard, Tiger und Löwe vergleichen. Zudem gibt das Team der AGA in anschaulichen Kurzvorträgen um 11 und 13 Uhr Einblicke in Projekte zum Gepardenschutz und erläutert, warum die Lösung des bestehenden Konflikts zwischen Mensch und Wildtier in gemeinsamen Lebensräumen eine der größten Herausforderungen darstellt. Die Umweltbildung der lokalen Bevölkerung in der Heimat der Geparden sowie neue Strategien bei der Viehhaltung und dem Umgang mit Wildtieren sind ausschlaggebend für eine nachhaltige Koexistenz von Mensch und Gepard. Kinder erhalten viele altersgerechte Infos rund um die Geparden und was für das Überleben dieser einzigartigen Tiere getan werden kann.

Und natürlich bietet es sich an, auch einmal bei den Geparden der Wilhelma vorbeizuschauen, die nur wenige Schritte entfernt im Gehege oberhalb der Subtropenterrassen zu sehen sind. Die Teilnahme am Aktionstag ist bereits im Eintrittspreis für den Zoologisch-Botanischen Garten enthalten, Spenden für den Artenschutz sind aber willkommen.