Thementag: Den Raubtieren auf den Zahn fühlen
07.09.2017 -

Spricht man von „Raubtieren“, fallen einem meist sofort Löwen, Tiger oder Bären ein. Wer hätte gewusst, dass auch ganz kleine Räuber dazu zählen wie das Erdmännchen? Und wer hätte vermutet, dass zu dieser scheinbar rein fleischfressenden Ordnung biologisch sogar Tiere gehören, die sich zum Großteil von Pflanzen ernähren, wie der Bambusfreund, der Große Panda? Bei einem Thementag in der Reihe der Wilden Wochenenden stellt die Wilhelma am kommenden Sonntag, 10. September, die „Carnivora“ und ihre Verwandten genauer vor.

Bei den Experten in der Wilhelmaschule (gegenüber der Geiervoliere) kann man von 11 bis 16 zum Beispiel erfahren, wie weit ein Tiger springen kann, wie ein echtes Raubtiergebiss aussieht und welches Tier man auch als „Seeräuber“ bezeichnen könnte. Die Zooschule liefert viel Wissenswertes zur Anatomie, Lebensweise, Verbreitung und Artenvielfalt sowie der Systematik und des Stammbaums der Raubtiere. An den Infoständen gibt es reichlich Anschauungsmaterial wie echte Zähne und Felle von exotischen und heimischen Raubtieren sowie mitunter sogar einen Löwenschädel. Interessierte sind hier mit ihren Fragen an der richtigen Stelle. Die pädagogischen Mitarbeiter der Wilhelmaschule zeigen auch, welche einheimischen Raubtiere bei uns im Wald zu erwarten sind – und warum der Haushund ebenfalls zu den Carnivora gehört. Mit dabei ist die Aktionsgemeinschaft Artenschutz, die Informationen über Geparden präsentiert und zum Basteln von Raubtiermasken einlädt.

Der Besuch des Thementages ist wie immer bereits im Eintrittspreis der Wilhelma enthalten. Kleine Spenden für den Artenschutz sind jedoch sehr willkommen.