31.07.20

Giraffenhaus: Neue Okapis zeigen sich – Fenneks erstmals seit März zu sehen

Auftritt für verborgene Stars und Newcomer in der Wilhelma: Einige sehr spezielle Bewohner waren seit März den Augen entzogen. Mit ihren riesigen Ohren oder langen Hälsen, ungewöhnlich beweglichen Zungen oder Nasen dürfen die Fenneks, Giraffen, Okapis, Rüsselspringer und Co. nun ab sofort wieder Gäste beeindrucken. Passend zum heißen Start in die Sommerferien öffnet der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart nach 19 Wochen auch das Giraffenhaus mit seiner afrikanischen Fauna.

Dies ist ein markanter Schritt, denn somit gilt für alle Häuser, dass sie entweder geöffnet sind oder zumindest über Außengehege oder einsehbare Ställe verfügen. So besteht erstmals seit der zwischenzeitlichen Corona-Schließung die Chance, wirklich alle der fast 1200 Wilhelma-Tierarten zu sehen. Gerade die niedlichen Wüstenfüchse und Kurzohrrüsselspringer im Giraffenhaus zählen zu den Publikumslieblingen. Zudem können die Besucherinnen und Besucher dort Blicke auf illustre Vögel, wie Von-der-Decken-Tokos und Kongopfauen, erhaschen.

Die Öffnung des Giraffenhauses erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, die Newcomer bei den höchst seltenen Waldgiraffen anzutreffen, wenn man sie im buschigen Außengelände nicht entdeckt. Auf ihre Okapis ist die Wilhelma derzeit besonders stolz, weil die Herde der vom Aussterben bedrohten Tiere durch zwei Neulinge auf sechs Tiere angewachsen ist. Im April brachte Nyota – in der Stille der Corona-Schließung – das Kalb Laluk zur Welt. Und vergangene Woche stieß ein markanter Neuzugang aus dem Kölner Zoo hinzu. „Das vor vier Jahren in der Domstadt geborene Weibchen Jamili ist leicht zu erkennen, da sie jetzt das größte Tier auf unserer Anlage ist. Bei Okapis sind die Kühe interessanterweise immer etwas größer als die Bullen“, sagt Ulrike Rademacher, die Kuratorin für Huftiere in der Wilhelma. „Jamilis erste Nervosität am neuen Ort hat sich recht schnell gelegt. Sie ist ausgesprochen neugierig und aufgeschlossen. Wir gewöhnen sie langsam an das Außengehege, aber durch die Öffnung des Giraffenhauses haben die Besucher immer die Chance, sie drinnen oder draußen zu entdecken.“ Ganz ohne Infektionsschutz-Maßnahmen geht es allerdings weiterhin nicht. Für das Giraffenhaus gelten eine Besucherzahl-Begrenzung, Kreisverkehr-Regelung und Maskenpflicht.

Bis die Pandemie-Lage sich erkennbar entspannt, setzt die Wilhelma wie bisher auf mehrere Vorkehrungen: Weil für die Vorsorge der Mindestabstand das wichtigste Mittel ist, dürfen pro Tag maximal 6000 Personen die Wilhelma besuchen. Sie müssen sich für den Einlass auf eines von fünf Zeitfenstern festlegen. Dafür ist ein Online-Ticket verpflichtend. Eine Maskenpflicht ist notwendig in Gebäuden sowie im Freien in den Bereichen, wo viele Menschen zusammenkommen, wie etwa am Eingang zum Park oder zur Gastronomie. Außerdem muss, um die Gesundheit der seltenen Tiere zu schützen, punktuell vor den Außengehegen von Raubtieren und Affen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Bei diesen Gruppen von Tieren ist die Ansteckungsgefahr mit Corona medizinisch erwiesen. (kni)

Pressefotos

Bild 1: Die Okapi-Kuh Jamili ist erst vergangene Woche eingezogen. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 2: Der kleine Okapi-Bulle Laluk wurde im April in der Wilhelma geboren. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Die Wüstenfüchse waren seit März den Augen der Besucher entzogen. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Die Kurzohrrüsselspringer leben im Giraffenhaus der Wilhelma. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 5: Die Von-der-Decken-Tokos stammen aus der Vogelwelt Afrikas. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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