28.07.21

Welt-Tiger-Tag und Sommerferienprogramm: Die spannende Welt der Tiere und Pflanzen anschaulich gemacht

Biologie macht Spaß. Selbst in den Ferien kann man viel darüber lernen und das sogar wie im Vorbeigehen beim Wilhelma-Besuch. Der Zoologisch-Botanische Garten in Stuttgart breitet das spannende Wissen über die Welt der Tiere und Pflanzen in den kommenden Wochen an pädagogisch betreuten Infoständen aus. Das Programm „Wilder Sommer in der Wilhelma“ dreht sich in jeder Woche um einen anderen Themenkreis.

Zum Auftakt gibt es einen Vorgeschmack, denn der Donnerstag fällt als erster Ferientag mit dem 29. Juli auf den jährlichen Welt-Tiger-Tag. Seit im Februar Dumai in hohem Alter gestorben ist, gibt es in der Wilhelma im Moment keinen Tiger. Doch die Planungen für den Bau eines großen Landschaftsgeheges sind schon weit fortgeschritten. An dem künftigen Standort bei den neuen Asienanlagen im oberen Parkbereich gibt es an diesem Tag von elf bis 16 Uhr ein Modell des Bauprojekts zu sehen und viele Fakten drumherum. Felle, Krallen und Zähne der imposanten Raubkatzen dienen als Anschauungsmaterial. Erläutert werden dabei auch die Unterschiede zwischen Sumatra-Tigern, wie Dumai einer war, und Amur-Tigern. Denn statt der kleinsten Tiger-Unterart, die aus warmen Gefilden stammt, wird künftig die größte Unterart hier zu sehen sein, die ein kühles Territorium als Heimat hat. Zu finden ist der Stand bei dem überlebensgroßen Holztiger als Spielstation der Kinder-Turn-Welt gegenüber von den Kamelen und Yaks.

Jede Woche ein anderer Themenkreis

Exponate aus der Sammlung der Wilhelmaschule spielen auch bei den Aktionswochen in den Ferien immer wieder eine zentrale Rolle. Die Pädagoginnen und Pädagogen schlagen ihr Zelt dafür jeweils montags bis freitags von elf bis 17 Uhr auf der Wiese vor der Wilhelmaschule neben dem Maurischen Landhaus auf.

In der ersten Woche vom 2. bis 6. August stehen die Menschenaffen im Mittelpunkt: Wie sind wir mit ihnen eigentlich verwandt? Welche anderen Primaten gibt es? Wovon ernähren sie sich? Und wie schneidet ihre Intelligenz ab?

Die zweite Woche vom 9. bis 13. August beschäftigt sich mit Raubtieren. Die Unterschiede zwischen den Hundeartigen und den Katzenartigen werden herausgearbeitet. Zu sehen sind unter anderem ihre markanten Gebisse. Gezeigt wird auch, wie die Jäger sich tarnen. Und ein Quiz lädt dazu ein, sich mit einheimischen Raubtieren zu befassen.

Die dritte Woche geht vom 16. bis 20. August den Fragen nach, wo die auch in unseren Breitengraden beliebten Tropischen Nutzpflanzen herkommen und was daraus alles gemacht werden kann. Denn von einer Bananenstaude oder Kokospalme etwa sind nicht nur die leckeren Früchte zu verwerten. Spannend ist auch, wie Tiere und Pflanzen voneinander profitieren bei Ernährung beziehungsweise Bestäubung.

Reptilien: Das Krokodil ist "Zootier des Jahres 2021"

In der vierten Woche dreht sich vom 23. bis 27. August alles um die Reptilien: Das Krokodil als „Zootier des Jahres 2021“ hat dabei einen zentralen Platz. Anschauen können sich die Gäste zum Beispiel eine Haut, die eine Schlange beim Wachstum abgestreift hat, und wie der Panzer einer Schildkröte von innen aussieht. Zudem erklären die Fachleute, wie die Tierklasse der Reptilien von den Amphibien abzugrenzen ist.

Die fünfte Woche vom 30. August bis 3. September hat den Titel „Insekten & Co.“. Hier ist zu erfahren, warum Insekten und Spinnentiere oft verwechselt werden, aber am Körperbau gut auseinander zu halten sind. Über ihre besonderen Augen ist manches zu erfahren. Nicht zuletzt soll das große Insektensterben Thema sein und was Privatpersonen dagegen tun können, etwa bei der Gestaltung von Garten und Balkon.

Zum Abschluss stellt der „Wilde Sommer“ in der letzten Ferienwoche vom 6. bis 10. September die Fische und ihren Lebensraum Wasser vor. Geklärt wird, was an den Begriffen Haifisch und Walfisch missverständlich ist und was die Besonderheiten von Knorpel- und Knochenfischen sind. Wie gefährlich Haie für den Menschen wirklich sind und wie gefährlich der Müll des Menschen für die Meeresbewohner ist, auch auf dem Programm.

In jeder Woche präsentiert die Stabsstelle Umweltbildung und Artenschutz außerdem jeweils ein Projekt, bei dem die Wilhelma Tiere aus dem aktuellen Themenkreis in ihrer Herkunftsregion schützen hilft. Dazu gibt es wöchentlich einen Malwettbewerb: Sechs- bis zwölfjährige Kinder sollen ihre Lieblingstiere aus dem Kreis der vorgestellten Tierarten im natürlichen Lebensraum malen. Wie der aussieht, erfahren die Mädchen und Jungen ebenfalls am Aktionsstand des Sommerferienprogramms. Zu gewinnen gibt es Freikarten für die Wilhelma.

Der Besuch des Aktionsstands und die Teilnahme an dem Mitmachprogramm kostet nichts extra. Es genügt die normale Eintrittskarte zur Wilhelma. Diese muss allerdings auch in den Ferien noch im Ticket-Shop online vorab gebucht werden.

Pressefotos

Bild 1: Zum Welt-Tiger-Tag bietet ein Aktionsstand viele Informationen. Die im Februar verstorbene Dumai war die letzte Sumatra-Tigerin der Wilhelma. Künftig werden Amur-Tiger gehalten. Foto: Harald Löffler

Bild 2: Im Infozelt des „Wilden Sommers“ gibt es in der ersten Ferienwoche Anschauungsmaterial zu den Menschenaffen. Zum Beispiel geht es auch um die Ernährung von Gorillas. Silberrücken Kibo knabbert hier an einer Mango. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 3: Im Infozelt des „Wilden Sommers“ gibt es in der ersten Ferienwoche Anschauungsmaterial zu den Menschenaffen. Zum Beispiel geht es auch um die Ernährung von Gorillas. Jungtier Pelu testet hier den Geschmack eines Kopfsalats. Foto: Wilhelma Stuttgart

Bild 4: Das Krokodil ist 2021 das „Zootier des Jahres“. Die Leistenkrokodile der Wilhelma, die weiße Tong und  Frederick als größtes Krokodil in Deutschland, bilden ein besonderes Paar. Foto: Wilhelma Stuttgart

 

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